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Home Sonderthemen Haus&Garten Erst rechnen, dann kaufen 
00:00 13.11.2017
Eigenkapital und verfügbares monatliches Budget, Bau- oder Kaufsumme sowie die Nebenkosten: Angehende Immobilienbesitzer haben viele Themen zu bedenken. Foto: djd/Dr. Klein Privatkunden AG/André Leisner 
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(djd). Wer ein Haus bauen oder kaufen will, muss vor allem eins tun: rechnen, rechnen, rechnen. Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung, wie viel Haus kann ich mir leisten? Wie lassen sich mit Eigenleistungen die Kosten drücken, welche Nebenkosten kommen neben dem reinen Immobilienpreis noch auf den Käufer zu? Die folgenden vier Tipps geben Antworten auf häufige Fragen.

1. Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wie hoch ist der finanzielle Spielraum für die monatliche Immobilien-Rate? Ein detaillierter Haushaltsplan sorgt für mehr Durchblick über die privaten Finanzen. Für eine erste Einschätzung hat Anne Ahler, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein, einen Tipp: „Als Faustregel gilt, dass die monatliche Rate 35 Prozent des Familiennettoeinkommens nicht übersteigt.“ Zu diesem Einkommen zählen die Verdienste aller Familienmitglieder, feste Einkünfte durch Nebenjobs, Mieteinnahmen, Unterhaltszahlungen, das Kindergeld und feste Zinsen auf Ersparnisse.

2. Ohne Moos nix los

Je mehr Eigenkapital Immobilieninteressenten einbringen, desto sicherer ist die Baufinanzierung. Anne Ahler empfiehlt: „Mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten sollten aus der eigenen Tasche kommen. Im besten Fall sind es sogar 30 Prozent.“ Sparen sei aufgrund der niedrigen Zinsen kaum rentabel. Rücklagen aus Tagesgeld- und Festgeldkonten lassen sich daher guten Gewissens in die eigene Immobilie investieren. Auch fällige Bausparverträge, Erbschaften oder Privatkredite aus dem Familienkreis erhöhen die Eigenmittel.

3. Selbst ist der Bauherr

Eigenleistungen können den Kapitalanteil ergänzen, aber nicht gänzlich ersetzen. Nicht näher definierte Arbeiten erkennen Banken bis zu etwa 5.000 Euro an. Darüber hinaus ist es erforderlich, die Leistungen von einem Architekten oder Bauträger bestätigen und exakt beschreiben zu lassen. Dann akzeptieren Banken sogar bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme als Eigenleistungen, meist jedoch nicht mehr als 30.000 Euro.

4. Checkliste für Nebenkosten

Das eigene Haus kostet noch deutlich mehr als den reinen Kaufpreis. Wie hoch die Kaufnebenkosten sind, hängt von vielen Faktoren ab. Als Faustregel werden etwa 15 Prozent des Kaufpreises für die zusätzlich anfallenden Ausgaben angesetzt. Auch wenn der Hauskauf samt Kaufnebenkosten unter Dach und Fach ist, kommen zur monatlichen Rate für die Baufinanzierung die üblichen Nebenkosten wie Grundsteuer, Gebühren für Strom, Abwasser und Müllentsorgung sowie Versicherungsbeiträge hinzu. Die Spezialisten für Baufinanzierung von Dr. Klein helfen dabei, alle Kosten im Blick zu behalten und eine realistische Vorstellung der Finanzierungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Erfolgreich modernisieren

Planungsfehler und Qualitätsmängel mit unabhängiger Beratung vermeiden 

Mit einer guten Vorplanung und baubegleitender Qualitätskontrolle kann die Modernisierung im Altbau ein voller Erfolg werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund
Mit einer guten Vorplanung und baubegleitender Qualitätskontrolle kann die Modernisierung im Altbau ein voller Erfolg werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

(djd). Über kurz oder lang kommt jedes Haus in die Jahre und bedarf irgendwann einer Sanierung oder Modernisierung. Damit lässt sich der Wert der Immobilie erhalten und durch Verbesserungsmaßnahmen unter Umständen sogar steigern. Mehr Komfort, weniger Energieverbrauch, die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum etwa durch einen Dachausbau oder einen Anbau, das sind typische Ziele, die Hausbesitzer verfolgen. Wie beim Neubau, können auch bei Modernisierungen Fehler gemacht werden und unvorhergesehene Schäden auftreten.

Bestandsaufnahme und langfristige Planung

Bereits bei der Planung können Hausbesitzer Fehler machen. Denn die Praxis zeigt laut Dipl.-Ing. Dirk Rosenkranz, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB): „Die Gefahr von Schäden durch Modernisierungsmaßnahmen ist dann besonders groß, wenn ohne fachmännische Beurteilung der Bausubstanz und der baulichen Schwachstellen des Hauses willkürlich drauflos modernisiert wird.“ Deshalb rät Rosenkranz, zu Beginn des Modernisierungsvorhabens immer erst eine Bestandsaufnahme zur vorhandenen Bausubstanz durch einen Bausachverständigen vornehmen zu lassen. Der Fachmann könne einschätzen, welche Maßnahmen grundsätzlich notwendig seien und welche Wünsche des Eigentümers verwirklicht werden können. Auf dieser Grundlage wird ein detaillierter Modernisierungsfahrplan erarbeitet. Mit dessen Hilfe wird auch sichergestellt, dass auch Einzelmodernisierungsmaßnahmen, die über einen längeren Zeitraum realisiert werden, am Ende dem gewünschten Gesamtziel dienen.

Baumängel frühzeitig entdecken und rechtzeitig beheben

Vor Fehlern in der Bauausführung kann aber auch die beste Vorbereitung nicht schützen. Nicht nur im Neubau, sondern auch in der Modernisierung sind Baumängel eher die Regel als die Ausnahme. Die Behebung solcher Mängel ist oft mit geringem Aufwand verbunden, wenn sie rechtzeitig entdeckt und nicht überbaut werden. Baubegleitende Qualitätskontrollen durch einen unabhängigen Bausachverständigen bieten eine hohe Sicherheit, Mängel frühzeitig zu entdecken und ihre Beseitigung rechtzeitig anzufordern. Unter www.bsbev. de gibt es weitere Infos zu Modernisierungs-Checks und baubegleitenden Qualitätskontrollen sowie die Adressen unabhängiger Bauherrenberater.

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